ALLGEMEINE TIPS

Hier nur einige Tips in puncto Heikelei.
Bitte eure Tips bei mir melden!


Gummigriffe

Die Gummigriffe werden am besten mit etwas Benzin aufgezogen.
Das Benzin schmiert beim Aufziehen und verdunstet nach einer gewissen Zeit - dann sitzen die Griffe bombenfest.

Nach einem Tip von Klaus W. geht´s noch besser mit Haarspray!  Dazu satt einsprühen und schnell montieren.


Vergaser

Um zu verhindern, daß sich die Schwimmerkammer beim Bing-Vergaser trotz gut angezogener Schraube löst und Benzin ausläuft, werden neue Dichtungen verwendet und die saubere/trockene Schraube nur am Anfang des Gewindes sparsam mit etwas Loctite 222 oder anderen, niedrigfgesten Schraubensicherungen bestrichen.
Hierbei darf kein Loctite in den Vergaser gelangen, da sonst kleinste Bohrungen verstopft werden könnten!


Bleifrei-Zusatz

Wem Bleifrei-Zusatz zu teuer ist, kann 2-Takt-Öl im Verhältnis 1: 200 (5ml auf 1L) dem Benzin zumischen.
Hierdurch wird ein dämpfender Ölfilm auf den Ventilsitzen aufgebaut und zusätzlich werden die Ventilschäfte/Ventilführungen geschmiert.


Tank innen entrosten

Zwei handvoll Rollsplitt (grob und fein) in den Tank geben.  Tankeinfüllstutzen und Benzinhahn-Abgang verschließen.  Der Tank kommt nun in eine dick mit Decken abgepolsterte Betonmischmaschine.  Diese wird dann ein paar Stunden laufengelassen.
Zwischendrin den Tank immer wieder in eine andere Position legen, damit der Rollsplitt auch überall sein Werk tun kann.

Nun dürften nur noch leichte Rostansätze, hauptsächlich in der Trennebene, übriggeblieben sein. Deshalb wird nun in den Tank etwas Rostumwandler, wie z. B.  Fertan (gibt’s im PKW-Fachhandel, 1Liter ca. 25 €) eingefüllt und gut ausgeschwenkt. 
Der Rest wird weggekippt.
Nachdem das FERTAN im Tank angetrocknet ist, wird mit klarem Wasser nachgespült.
Etwa einen Tag später hat sich das FERTAN bläulich gefärbt – fertig!  Der Tank ist nun rostfrei.
Er kann jetzt mit handelsüblichen Tanklacken versiegelt werden, damit er nicht wieder rostet.
Da ich sowieso mit 2-Takt-Öl fahre, kann ich mir daß sparen, da der Tank ja von innen immer leicht geölt ist!


Reifenwahl

Reifen-Tip von Rolf Bülow:

Bridgestone ML 50 Molas 120/90-10 56J
Rolf hat ohne Probleme den Reifen vorn und hinten beim TÜV eingetragen bekommen.

"Das Fahrverhalten selbst ist um Welten besser als beim Conti. Vor allem bei Nässe ist man deutlich sicherer unterwegs."


Sitzbankbezug

Tip von Werner (Bandit 600) aus Berlin:

Als  erstes mal den alten Bezug abnehmen ,den Schaumstoffkern begutachten und ,fast immer ablösen und wegwerfen. Das Sitzbankblech entrosten  ,die Bezugsspannspitzen vorsichtig aufbiegen ,mit Rostschutz streichen oder spritzen und lackieren .Gründlich von beiden Seiten. Dann aus einem Polsterfachladen Verbundschaum nach gewünschter Stärke mit einem Kontaktkleber aufkleben . Der Verbundschaum  lässt sich sodann mit einem eletrischem Küchenmesser sehr gut bearbeiten. Ich habe mir Schablonen für rechts und links aus starker Pappe geschnitten  und auf diesen das messer geführt. Kleine Unebenheiten lassen sich mit  einer  rotierenden Sandpapierscheibe  gut  feinschleifen. Nun den Bezugsstoff je nach Talent  selber zuschneiden und nähen  oder machen lassen .(macht jeder Flickschneider).Ich habe alles auf einer normalen Haushaltsmaschine genäht. Dann den Bezug trocken anpassen .Wenn alles stimmt ,den Bezug und den Verbundschaumkern mit einem Sprühkleber einsprühen und abtrocknen lassen.  Nun vorsichtig  und wenn es geht mit Hilfe, vorsichtig  Passgenau auflegen und gleichzeitig von der Mitte aus  nach allen Seiten glattstreichen. Jetzt den Stoff um die unteren Kanten legen und über die Spitzen drücken welche dann vorsichtig umgebogen werden.Wenn, wie bei meinem, die Spitzen  wegbrechen lässt sich der Bezug auch dort unten mit  Kontaktkleber gut verkleben.Kleiner Tip noch ....ich habe auf den untern Rand einen Chromkantenschutz aufgebracht,sieht Klasse aus  aber nicht Jedermanns Geschmack.


Simmerring

Tip über Stephan Tödt von Klaus Sander:

Wie entferne ich ohne viel Mühe einen „verbauten“ Radialdichtring!

Viele kennen das Problem, der Radialdichtring auf der Kurbelwelle zur Lichtmaschine dichtet nicht mehr ab, und muß erneuert werden.

Was tun, ohne den Motor zu zerlegen?              
Ganz einfach!!!

Wir benötigen:
Einen Akku-Schrauber (oder Bohrmaschine) mit einen „scharfen“ 2mm Bohrer,
                       
2 Spax-Schrauben (z.B. 3 X 30mm)

Eine kräftige Zange.

Ich setze voraus, daß die Arbeiten bis einschließlich Lichtmaschine demontieren bereits erledigt sind!

      Als erstes werden durch die Stirnseite des Radialdichtringes, gegenüberliegend, ganz vorsichtig 2 Löcher gebohrt, ohne weit durch den Radialdichtring in das Kurbelwellen-Lager zu stoßen, und ohne die Dichtfläche der Kurbelwelle und das Gehäuse zu beschädigen. Durch die Gummierung des Radialdichtringes fällt bei vorsichtigem bohren keine Bohrspäne in das Lager. Nicht wundern, der Radialdichtring besteht aus einem gummierten Stahlring.

Jetzt können die Spax-Schrauben in den Radialdichtring geschraubt werden. Aber nicht zu weit eindrehen, da sie sich sonst im Kugellager festsetzen können.

Zu guter letzt kann mit der Zange durch Zug an den Spax-Schrauben der Radialdichtring ohne viel Mühe aus seinem Sitz gelöst und heraus gezogen werden.

Nachdem das Kurbelwellen-Lager vorsichtshalber optisch auf Späne oder Beschädigungen überprüft wurde kann der neue Radialdichtring, am besten mit einem Rohr, wieder über den Kurbelwellenzapfen in das Gehäuse eingeschlagen werden.

Diese Methode funktioniert natürlich auch bei anderen Radialdichtringen wie dem auf der Hinterachse sehr gut, es sollte aber die Größe der Spax-Schrauben auf 3mm angepaßt werden.